Unsere Windhund-Aktivitäten im Deutschen Windhundzucht-
und Rennverband (DWZRV) und den Rennvereinen

Datum von / bis Tätigkeit
1965
Erster Kontakt zu Windhunden. Nach kurzer Zeit war ich bereits der Mann  für alle Fälle.  Techniker, Hasenzieher, Hasenausleger, Rollensetzer etc.
1966
Eintritt in den DWZRV.
1966 - 1968
Technischer Betreuer der Anlagen und Geräte der LG Berlin. / Stellvertretender Rennleiter.
1968 - 1973
Rennleiter der Landesgruppe Berlin.
1973
Gründungsmitglied des BWR.
1973 -1978 Rennleiter des BWR.
1978 - 1984
Mitglied der Rennkommission des DWZRV unter Günther Schultze.
1984 - 1990
Vorsitzender der Rennkommission des DWZRV.    Mitglieder: Werner Hilz, Peter Näve, Günther Schultze, Walter Urlaub.
1990- 1991
Mitglied der Rennkommission des DWZRV unter Wilfried Marklein
1991
Amt niedergelegt aus Solidarität zum damaligen Vorstand, der durch die Machenschaften des VDH und der FCI zum Rücktritt gezwungen wurde.
1998 - 2000
Mitarbeit in der sog. Vereinfachungskommission, die wegen mangelnder Akzeptanz seitens des Vorstandes einschlief.
2000 - 2002
Mitarbeit in der erweiterten IW-Konzeptkommission, um  den einzelnen Rassen mehr Mitspracherecht bei der Verbandsarbeit einzuräumen.(Mit wenig Erfolg)
2000 - 2009Vorsitzender des auf der JHV 2000 neu gebildeten  Disziplinarausschusses des DWZRV. Das Am tlegte ich nieder, weill die Kommunikation zwischen Disziplinarausschuss und dem Vorstand aus meiner Sicht unzureichend war und die in  2005 gegründeten Arbeitsgruppe Strukturen vom Vorstand keine  Unterstützung erhalten hat.  

Mitglied in den Vereinen: Windhundsportverein Berlin-Brandenburg, Norddeutscher Windhundrennverein, Windhund-Rennverein Untertaunus-Hünstetten.

Meine ersten Kontakte zu den Windhunden hatte ich 1965, als ich meine Frau kennenlernte. Sie besaß einen Whippet, den sie, nach ihrem zweijährigen Aufenthalt in Amerika, von dort mitgebracht hatte. Wie sich dies für einen Windhund gehört, mußte er zum Training. In Berlin, wo es zu damaliger Zeit keinen Rennverein gab, organisierte die Landesgruppe das Training. Es gab in Berlin keinen festen Trainingsplatz. Eine zeitlang durften wir mit Genehmigung des Senats unser Training im Reiterstadion durchführen. Wir waren aber auch auf dem Poloplatz in Frohnau aktiv und, heute nunvorstellbar, auf einem Aschenplatz!
Gleich bei meinem ersten Trainingsbesuch, auf der Trabrennbahn Mariendorf, Training in Mariendorf sah ich, aus meiner damaligen Sicht 'ältere Damen', sie waren wohl so um die -50-; die Eisenstangen schleppten, diese dann in den Boden steckten und Netze daran befestigten. Wie man mir sagte, war das die Innenabgrenzung. Konservativ erzogen wie ich war, regte sich ein schlechtes Gewissen in mir daneben zu stehen und nur zuzusehen. So bot ich meine Hilfe an, die auch dankbar angenommen wurde. Von nun an hatte ich eine neue Nebenbeschäftigung, die sich nach und nach, später dann sogar einmal zu einem Nebenberuf entwickeln sollte. Im Jahre 1966 trat ich in den DWZRV ein. Ich lernte viele Persönlichkeiten kennen, die selbstlos für die Windhundsache tätig 
waren. Zum Teil hatten sie gar keine eigenen Hund mehr, aber sie blieben bei der Gemeinschaft und halfen, mitunter auch nur durch ihre Anwesenheit, den Neulingen, so wie ich einer war. Sie beeindruckten mich, das muß ich zugeben. Viele von ihnen gaben mir Tipps, was man alles wissen mußte im Umgang mit Windhunden und welche Arbeiten durchgeführt werden mußten, sollte ein Training oder Rennen organisiert werden.


Ich lernte wie man auf einer nicht stationären Bahn die Innenabschrankung aufbaut und Rollen setzt für den konventionellen Hasenzug. Auch das Ziehen des Hasens war mir bald nicht mehr fremd. Egal ob mit der Handmaschine, mit einem umgebauten Motorroller oder aber mit meinem Auto, (einem Ford 12m, mit Frontantrieb), das ich damals besaß. Wobei wir die Coursings damals stets mit der Handmaschine gezogen haben, mit den Motormaschinen konnte man längst nicht so gut regeln. Allerdings wußte man nach einem Tag, an dem man Hasenzieher bei einem Coursing war, was man geleistet hatte. 1969 wurde ich in der Landesgruppe Berlin zum Rennleiter gewählt. Die Landesgruppe führte ja wie ich eingangs erwähnte, Rennen und Trainings selbst durch. Die Trainings und Rennen fanden an unterschiedlichsten Stellen statt. Mal waren wir in Mariendorf, auf der Trabrennbahn, ein anderes Mal im Reiterstadion am Olympiastadion und auch in Berlin Frohnau auf dem Poloplatz waren wir zu Gast. Ja; selbst auf einem Aschenplatz mußten wir Trainings abhalten. In manchen Jahren stellten uns die Briten das Maifeld am Olympiastadion zur Verfügung, damit wir unser einziges Rennen, um den Wanderpreis Berlin ziehen konnten. Auf die Dauer konnte dies natürlich nicht so bleiben und deshalb waren wir stets auf der Suche nach einem eigenen Gelände. Als unermüdlicher Sucher erwies sich Jörn Zillmann, der damals eine sehr erfolgreiche Saluki Hündin (Anja) hatte.

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Er war es dann auch, der auf den Rieselfeldern in Berlin-Gatow ein Gelände fand, das der Landegruppe Berlin von den Berliner Wasserwerken verpachtet wurde. Später stieg der BWR (Berliner  Windhund-Rennverein) in den Pachtvertrag ein. Zuvor wurde am 17.08.1973 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Landesgruppe Berlin, dieser Rennverein gegründet. Bei dieser denkwürdigen Vereinsgründung wurde auch der Vorstand des BWR gewählt. 1. Vorsitzender Jörn Zillmann, 2. Vorsitzender Heinz Kuppert, Schriftführer Peter Richlofsky, Kassenwart Manfred Schlimper, Öffentlichkeitsarbeit Wilhelm Behnke, Rennleiter Manfred Müller. Nun begann die Zeit des Platzaufbaus. Das Gelände war ca. 35.000 qm groß und gut geeignet für den Bau einer Windhundrennbahn. Aber wie das so ist, bereits nach kurzer Zeit kamen die ersten Einsprüche der 'Grünen' gegen unsere Aktivitäten. Es war schon erstaunlich. Da lag ein riesiges Gelände brach, auf dem ständig wilde Ölwechsel gemacht und als wilde Müllhalde benutzt wurde. Nachdem wir dort LKW-Ladungen von Müll beseitigt und aufgeräumt hatten, entdeckte man das Herz für das Gelände seitens der 'Grünen'. Bei allen Verdiensten, die die 'Grünen' in Sachen
Umweltbewußtsein zweifelsohne haben, in solchen Dingen standen und stehen sie sich selbst im Wege. Unsere Arbeiten am Platz konnten dadurch dennoch nicht gestoppt werden und wir zogen am 06.10.1974 unser erstes Rennen. Am Start waren 79 Hunde, davon waren 34 aus Westdeutschland. Für Berlin ein beachtliches Ergebnis. Die Trainings fanden immer am Samstag statt und waren für Berliner Verhältnisse gut besucht.



Die Rennbahn war eine klassische 480 Meter-Bahn, mit über 40 Meter Kurvenradien. Der Platz war groß genug um auch größere Veranstaltungen durchführen zu können. So kam es auch, daß der BWR im Jahre 1977 das Bundessiegerrennen ziehen konnte. Die Verantwortlichen im BWR sind im Vorfeld des Rennens sicher um Jahre gealtert. Nicht wegen der zu erledigenden Arbeiten, das muß jeder Verein tun. Da wir aber kein Wasser auf dem Platz hatten, waren wir ausschließlich auf das Wasser von oben angewiesen. Dieses kam aber wochenlang nicht und so war die Rennbahn am Renntag kein grüner Teppich sondern bestand aus gelblichen Einzelgräsern, die bei Berührung in sich zusammenfielen. Heute würde auf einem solchen Geläuf kein Rennen mehr stattfinden. Aber wie immer: die Sieger waren zufrieden. Ich war es nur zum Teil. Mit der Leistung der Vereinsmitglieder, die mit der Durchführung des Rennens zu tun hatten, konnte man ausnahmslos zufrieden sein, mit einigen Randerscheinungen nicht, aber die betrafen ohnehin nur das Leben innerhalb des BWR. Die Erfahrungen die ich machen mußte durch das Fehlen von einer Wasserversorgung haben mich schlußendlich dazu veranlaßt auch auf Verbandsebene tätig zu werden. Ich wollte alles daran setzen, daß künftige Titelrennen nur noch auf Bahnen durchgeführt werden sollten, die über eine Wasserversorgung verfügten und die Bahn bereits bei der Beantragung in einem Zustand sein sollte, der für die Durchführung von Titelrennen, aus meiner Sicht, erforderlich war.
1978 zogen wir aus beruflichen Gründen von Berlin weg und schlugen unsere Zelte in Brensbach, in der Nähe von Darmstadt auf.
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- Wer konnte ahnen, daß nach nur 11 Jahren Berlin wieder frei zugänglich und Deutschland wiedervereinigt sein würde -. Unsere Zeit in Berlin war schön und wir denken auch heute noch immer gern an die Anfänge unseres -Windhundlebens- und an die Menschen die wir kennengelernt haben. Im Jahr 1978 wurde ich in die Rennkommission des DWZRV gewählt und war sechs Jahre Mitglied. 1984 übernahm ich das Amt des Vorsitzenden der Rennkommission, nachdem Günther Schultze nicht mehr dafür kandidierte. Und wie das Leben nun mal so spielt, waren Peter Richlofsky, der schon länger Geschäftsführer im DWZRV war und ich, wie bereits in Berlin im Vorstand des BWR, wieder in einem Team. Die Zusammenarbeit war wie ehe und je 'gut' ! So waren plötzlich, aus den eine gewisse Zeit nicht so geliebten Rebellen des BWR, Funktionsträger im DWZRV geworden. 1990 stellte ich mich nicht mehr zur Wahl als Vorsitzender der Rennkommission, wurde aber als Mitglied in die Rennkommission gewählt. Meine Zeit in der Rennkommission möchte ich nicht missen. Sie war angefüllt mit viel Arbeit, die nur gemacht werden konnte, weil meine Frau viel mitgearbeitet hat und Verständnis aufbrachte, wenn im Haus vieles liegenblieb. Allerdings litten meine Hunde immer unter meinem 'Nebenjob'. Dies waren dann auch die Momente, in denen ich mich gefragt habe, warum ich dies mache. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen in der Rennkommission war überragend und so ist es nicht verwunderlich, daß wir, wenn wir uns heute treffen, gern an die Zeit denken. Wir haben viel bewegen können, auch auf UICL-Ebene. Ich konnte eine Zeit mitgestalten, in der UICL-Europa einen Stand im Windhundrennen erreicht hatte, der wie ich vermute, nicht wieder kommen wird.


1990/1991 begann dann die unerfreulichste Zeit in meinem DWZRV-Leben: die Einmischung des VDH in DWZRV-Angelegenheiten, die Bevormundung durch den VDH bzw. Herrn Fischer und die gleichzeitige Zerstörung des Internationalen Windhundrennwesens durch den VDH und die FCI. Als 1991 der gesamte Vorstand des DWZRV von bestimmten Kreisen im DWZRV gemeuchelt wurde, trat ich von meinem Amt als Rennkommissionsmitglied zurück und meine Frau und ich zogen uns zurück.
Erst 1995 engagierten wir uns wieder stärker. Der Kontakt zu unseren Freunden, die wir im Laufe von fast 30 Jahren gefunden hatten, war nie abgerissen. Im Gegenteil ! Aber auch diese Zeit hatte ihr Gutes. Zeigten sich in dieser Zeit doch die wirklichen Freunde !
1996 entschlossen sich meine Frau und ich wieder einen jungen Greyhound zu unserem Quity dazu zu nehmen. Dadurch blieb es nicht aus, dass ich mich wieder stärker an der Verbandsarbeit beiteiligte. Bei der JHV des DWZRV 1998 wurde eine Kommission für die Vereinfachung der DWZRV-Regularien ins Leben gerufen. Die Kommission, bestehend aus den Damen Birgit Krah, Erika Rödde, den Herren Remmler, Henne und Simon nahm ihre Arbeit in diesem jahr auf. Als Herr Remmler, der Sprecher dieser Kommission war, sein Amt niedergelegt hatte, bat mich der Vorstand in dieser Kommission mitzuarbeiten. Diese Kommission besteht heute eigentlich nur noch aus drei Leuten. Die Ergebnisse aus der Arbeit dieser Kommission sind sehr dürftig. Es bleibt zu hoffen, dass sich hier doch noch etwas tun wird in der nächsten Zukunft.
Bei der JHV 2000 wurden vom Irish-Wolfhound-Meeting Anträge eingebracht, die eine 

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stärkere Beteiligung der einzelnen Rassen bei der  künftigen Gestaltung der Zukunft des Verbandes vorsah. Nach zum Teil sehr kontrovers geführten Diskussionen wurde ein bestimmter Teilnehmerkreis beauftragt, praktikable Lösungen zu suchen, wie man die einzelnen Rassen stärker in die Entscheidungen des Verbandes einbeziehen kann. Auf der Sitzung der Landesgruppen-Vorsitzenden mit dem Vorstand am 25./26.11.2000 wurde dann ein Kreis von Mitgliedern ernannt, die sich mit dem Vorstand des DWZRV über die Einzelheiten unterhalten sollten. Der Teilnehmerkreis setzte sich wie folgt zusammen : Damen Evertz, Schwab, Herren Fumy, Klemp, Kuhless, Müller. Zusammen mit dem Vorstand gelang es Möglichkeiten zu schaffen, den einzelnen Rassen mehr Gewicht im Verbandsleben des DWZRV einzuräumen. Es ist dies ein Anfang. Ich hoffe sehr, die Zuchtkomissions-Mitglieder werden ihre Möglichkeiten nun auch nutzen. Schon länger in der Diskussion war die Entlastung des Vorstandes bei der Bearbeitung von Disziplinarverfahren. So wurde die Satzung des DWZRV bei der JHV 2000 derart geändert, künftig die Disziplinarmaßnahmen durch den Disziplinarausschuss bearbeiten zu lassen. Der Vorstand ernannte für diesen Ausschuß Frau Renate Marek-Fräbel und die Herren Willi Hasselbrink und Manfred Müller. Als Ersatzmitglied wurde Herr Eckhard Schritt ernannt. Und so kam ich zu einer Arbeit die zwar äußerst interessant ist, aber auch einen enormen Einsatz verlangt. Hinderlich bei der Arbeit in diesem Ausschuss ist das Wissen, dass es nur ein verschwindend kleiner Anteil der DWZRV-Mitglieder ist, der immer wieder mit Verstößen gegen unsere Ordnungen auffällt.
Das Amt im Disziplinarausschuss legte ich im November 2009 nieder.





Nach dem unsere letzten beiden Geryhounds leider sehr früh gestorben sind, haben wir seit 2011 keine Hunde mehr.
Dennoch nehmen wir weiterhin aktiv am Windhundgeschehen teil. 
Wenn man in einem Zeitraum  von über 50 Jahren 35 Jahre in Vorständen, Kommissionen,  Arbeitsgruppen und Ausschüssen im DWZRV mit gewirkt hat, ist es auch nicht möglich vom Windhundgeschehen Abschied zu nehmen.
In den vielen Jahren sind Freundschaften entstanden, für die es sich lohnt weiter am Windhundgeschehen teil zu nehmen.